Uwe Zimmermann

 Fotografie

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Der Heiratsschwindler

Es ist lange her.

Schwindeln kommt von Schwindel und Schwindel
hat mit Taumeln zu tun und mit Wanken, von einem
Ort zum anderen schwanken. Pilger nannten man die,
die dann um des Wandelns Willen los zogen, weg
aus ihrer Heimat. Sie gingen und gingen, um irgendwo
Erlösung zu finden.
Der Heiratsschwindler ist eine tragische Figur,
den Frauen nicht abgeneigt. An einem Ort gefiels ihm,
da musste er heiraten, musste den Eid ablegen. Das   
tat er gern und ganz von Herzen. Doch was man dann
von ihm erwartete, das konnte er nicht erfüllen, war
nicht geboren für dieses Element: des Bleibens und
Rastens. Also ging er weiter, war einer, der das Weite
brauchte, die Landschaft, die Bewegung. So wurde der
Schwindel zum Schwindler, die Heirat zur Heirat und
der Heiratsschwindler Zum Heiratsschwindler.
Er verbündete sich mit Landschaft und Licht. Sein
Schwindel besteht in der Flucht, in der Bewegung.
Manchmal träumte er davon, dass auch noch seine
Bilder in Bewegung gerieten,aber das Beunruhigte
in eher.

K.M.

   hei    
Aus der Serie "Der Heiratsschwindler" C-Print